Die Proteste halten an. Am vergangenen Samstag kamen wieder tausende Menschen in Berlin zusammen, um der schwarz-gelben Regierung zu zeigen: Die AKWs müssen vom Netz!
Los ging es am Roten Rathaus. Die etwa 25 000 Bürgerinnen und Bürger zogen mit großen Transparenten, bunten Plakaten und lauter Musik durch die Hauptstadt. Ziel der Demonstration war die Parteizentrale der CDU in der Klingelhöferstraße im Bezirk Tiergarten. Auch Björn Eggert hatte im Voraus zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen. „Wir müssen zeigen, dass die Proteste im Frühjahr nicht eine Momentaufnahme waren. Die Regierung muss endlich erkennen, dass die Bürgerinnen und Bürger gegen Atomstrom sind”, so der Kreuzberger Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus. Lautstark forderte Eggert mit den anderen Demonstranten: „abschalten, abschalten, abschalten”.
Konkreter Anlass für die Aktion war das Gutachten der „Ehtikkommission” über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland. Parteien, Gewerkschaften und Umweltverbände waren bei der Aktion vertreten – neben der SPD zum auch die IG Metall, der BUND und „Robin Wood”.
Aber nicht nur in Berlin gingen die Menschen auf die Straße: In insgesamt 21 deutschen Städten demonstrierten Zehntausende am vergangenen Samstag. Unter anderem in Hamburg, Bremen, Hannover und München kamen insgesamt 160 000 Atomkraftgegner zusammen.
Sie alle unterstrichen mit der Großaktion die Forderung an die Regierung, das zu tun, was längst überfällig ist: Die Atomkraftwerke abzuschalten. Björn Eggert fasst in Worte, was wohl die meisten Teilnehmer denken: „Es ist unverständlich und unverantwortlich, immer noch an der Atomkraft festzuhalten. Unsere Antwort kann da nur lauten: Auch wir werden festhalten – an unserem Protest.”
Shirine Issa